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Wimmis – das Dorf am Niesen

Wimmis – das Dorf am Niesen

Schwellenkorporation

Das Dorf Wimmis ist von Niesen, Kander und Simme umgeben und quasi eingekesselt. Nicht weiter schlimm, schliesslich gibt genügend Brücken um Wimmis zu erreichen bzw. wieder zu verlassen. Durch die besondere Lage des Dorfes lauern aber ständig Naturgefahren, welche grosse Schäden anrichten können und Menschen gefährden. Die Gemeinde ist verantwortlich, die Bevölkerung vor diesen Naturgefahren zu schützen. Sie kann dies selber tun oder an Dritte delegieren.

Die häufigste Gefährdung in Wimmis geht von Überschwemmungen und Hochwassern aus. Das Dorf ist aber nicht in erster Linie durch die beiden Flüsse Simme und Kander bedroht. Diese verlaufen relativ tief, d.h. unter dem Niveau des Dorfes. Schäden können höchstens an den Ufern und eben den Brücken entstehen. Viel schlimmere Folgen haben Unwetter, welche die "Niesengräben" ansteigen lassen. Geröll- und Wassermassen können in diesem Fall innert kurzer Zeit ein bedrohliches Ausmass annehmen. Das Problem ist einerseits die knappe Kapazität der Gerinne (Gräben), welche nicht für den Abfluss einer beliebig grossen Wassermenge ausgelegt werden können. Andererseits besteht durch mitgeführtes Material (Bäume, Steine, Schutt, Erde usw.) die Gefahr, dass Aufstauungen entstehen in die Gerinne über die Ufer treten. Einmal aus dem Gerinne ausgetreten, suchen sich Wasser und mitgeführtes Material den Weg des geringsten Widerstandes. Dieser kann mitten durch bewohntes Gebiet oder Kulturland führen, was eine grosse Verwüstung hinterlässt.

Nur wenn rechtzeitig alle nötigen Vorkehrungen getroffen werden und die Gerinne in einwandfreiem Zustand sind, ist ein ordentlicher Abfluss gewährleistet. Dafür ist in Wimmis die Schwellenkorporation besorgt. Mit zahlreichen Wasserbauprojekten wurde die Sicherheit nach und nach erhöht. Eine periodische Kontrolle und ein gezielter Unterhalt der Bauwerke sind mindestens ebenso wichtig. Wasserbau ist eine Daueraufgabe und erfordert neben grossem Einsatz auch viel Wissen und Erfahrung. Die Schwellenkorporation Wimmis mit ihren zumeist langjährigen Funktionären ist daher bestens geeignet, der Bevölkerung den nötigen Schutz vor Hochwassern und Überschwemmungen zu verschaffen.

Die Finanzierung der Wasserbaumassnahmen erfolgt nicht über Steuergelder, sondern über eine sogenannte Schwellentelle. Grundstückbesitzer haben eine jährliche Abgabe zu leisten, welche gestütz auf den amtlichen Wert und "Gefährdungslage" der Grundstücke festgelegt wird. Bund und Kanton unterstützen den Wasserbau mit nahmhaften Subventionszahlungen.